19 Ergebnisse für tag: Punk

IDLES

Die ersten beiden IDLES-Alben sind leidenschaftlich, politisch und düster-komisch und berühren alles von Sexismus und Rassismus über Brexit und Nationalismus bis hin zu toxischer Männlichkeit. Ihre Musik fühlt sich einerseits unglaublich persönlich und andererseitsuniversell an;und trägt sowohl ihr Herz als auch einen wachenVerstand nach außen. In einer musikalischen Landschaft, die so sicher und hygienisch geworden war, sind IDLES ein Bolzen am Arm der Norm. Ihr zweites Album, "Joy As An Act Of Resistance", debütierte auf Platz 5 der britischen Charts und brach damit den Rekord von Rough Trade für die meisten Vorbestellungen und Verkäufe an einem Tag. DasAlbum kam auf die A-Listebei 6 Music und krönte später 6 Music's No. 1 Album des Jahres. Sie gewannen den "Best Breakthrough"bei den Q Awards und einen begehrten Ivor Novello-Award für das beste Album,wurden bei den Brit Awards für einen Mercury Prize und Breakthrough Artist nominiert;esgab ein rau-fulminantesJools Holland-Debüt und nicht eine, sondern drei umfangreiche Tourneen, die weltweit ausverkauft waren. 'ULTRA MONO', ihr drittes Album, soll am 25. September 2020 erscheinen. Mehr lesen...

I Prevail

Stilistische Grenzen einzureißen und einen harten Sound mit poppigen Momenten zu verbinden: Das ist der Ansatz von I Prevail aus Southfield/Michigan. Die erst 2013 gegründete Formation hat bereits eine wechselhafte Geschichte hinter sich, zahlreiche Musiker kamen und gingen – und nahmen jeweils direkten Einfluss auf den Gesamtsound von I Prevail. Der bislang größte Erfolg der Band war ein mutiges Cover des Taylor Swift-Songs "Blank Space", das bis auf Platz 9 der US-Rock Charts kletterte und online bislang fast 50 Millionen mal abgerufen wurde. Auf ihre erste, 2014 erschienene EP "Heart vs. Mind", die in der Folge des Taylor Swift-Covers bis auf Platz 4 der US Hardrock- und Platz 6 der US Alternative Charts stieg, folgte 2016 das Debütalbum "Lifelines", das bis auf Platz 15 der US-Billboard Charts stieg und sich auch in Australien und Kanada hoch in den Hitlisten platzieren konnte. Nun folgte nach weiteren Bandumbesetzungen am 29. März mit "Trauma" das zweite Album, das I Prevail weltweit hoch in die Charts spülte. Nach ihrer rasend schnell ausverkauften Clubshow im Juni kommen I Prevail zwischen dem 1. und 13. März 2020 für fünf Shows in Hamburg, Berlin, München, Frankfurt und Köln noch einmal nach Deutschland.Als sich I Prevail Ende 2013 gründeten, hatten die vier Ur-Mitglieder Brian Burkheiser und Eric Vanlerberghe (beide Vocals), Steve Menoian (Gitarre, Bass) und Lee Runestad (Drums) vor allem ein Ziel: Harte Musik jenseits aller Schubladen zu konstruieren. Ihre Einflüsse stammen zu gleichen Teilen aus dem Post-Hardcore, Metalcore, Hardrock und Pop-Punk, man findet ebenso brettharte Momente aus Screams und Growls in ihrer Musik, wie man auch zutrauliche, Pop-beeinflusste Mitsing-Refrains erleben kann. Gut ein Jahr nach der Gründung erschien mit "Heart vs. Mind" die erste EP von I Prevail, die sich zuvor mit eine klugen Schachzug erstmals öffentlich mit einem Song gemeldet hatten: Ihre allererste Single war eine Coverversion des Taylor Swift-Hits "Blank Space", die große nationale Erfolge erzielte; entsprechend begeistert wurde auch die erste EP aufgenommen, und I Prevail gingen noch vor Erscheinen eines Debütalbums mehrmals auf große US-Tour, zunächst an der Seite von Hollywood Undead, im Anschluss als Headliner, begleitet von The White Noise und My Enemies & I. Mit dem im Oktober 2016 veröffentlichten Longplay-Debüt "Lifelines" manifestierte sich der Status von I Prevail als eine aufregende harte Band jenseits aller Genres. Das Album feierte große Erfolge in den USA, Kanada und Australien und konnte auch in weiteren Ländern wie UK oder Schottland einen Einstieg in die Albumcharts verzeichnen. Die folgenden zwei Jahre befanden sich I Prevail fast ununterbrochen auf Tournee, und dies trotz anhaltender Besetzungswechsel. Sie tourten dermaßen viel – mal etwa als Support von Pierce the Veil, dann als Teil der VANS Warped Tour und zuletzt auf einer fast endlosen US-Tournee als Headliner, begleitet von Escape the Fate und We Came As Romans – dass Sänger Brian Burkheiser aufgrund massiver Stimmprobleme für längere Zeit pausieren musste. Das vergangene Jahr nutzte die Band für die Produktion des zweiten Albums "Trauma", das Burkheisers Kampf gegen seine mentalen und stimmlichen Probleme thematisiert. Als es Ende März erschien, krachte es sofort weltweit in die Charts und platzierte sich u.a. auf Platz 14 in den US-Charts und unter den Top 40 in Deutschland und Österreich. Wie bereit die Welt ist bereit für den voluminösen und vielseitigen Sound dieser stets leicht unberechenbaren Band, bewies sich sodann im Rahmen ihrer ersten weltweiten Clubshows zum neuen Album. Im Zuge ihrer Welttournee kommen I Prevail nun zwischen dem 1. und 13. März 2020 noch einmal für fünf Konzerte in Hamburg, Berlin, München, Frankfurt und Köln zu uns. Mehr lesen...

Muff Potter

Wüsste man es nicht besser - und stünden diese Sätze in einem Buch, so einem, wo ein sprachbegabter Musiker aufregende Momente seiner Biografie zur Vorlage furioser Fiktion nimmt, und dann mit Gedanken und Figuren herrlich fliegen geht, so jemand vielleicht wie der weithin gefeierte Selfmade-Romancier Thorsten Nagelschmdt aka Nagel – hätte man den folgenden Satz im vergangenen Jahr zweifellos für reine Fantasie gehalten, denn nichts schien absurder: Muff Potter kehrten zurück auf die Konzertbühnen! Tatsächlich und in Farbe und Fleisch und Blut! Und das gleich für sieben Konzerte deutschlandweit, die nach nur wenigen Minuten restlos ausverkauft waren. Nach fast einem Jahrzehnt konsequenter Stille, mit den Original-Protagonisten, mit der Wut von damals und all diesen Songs, die sehr vielen sehr guten Menschen im Deutschland des Neumillenniums zum Ausdruck der eigenen Widersprüchlichkeit und Fehlerhaftigkeit wurden. Es wurden sieben Abende, die keiner der Anwesenden vergessen wird, denn sofort war sie wieder da, diese Energie, diese Dringlichkeit und Unmittelbarkeit – und niemand, der das erlebt hat, konnte glauben, wie lange es irgendwie doch weiter ging mit dem Leben und ohne Muff Potter. Nachdem die Band zusätzlich zu diesen Clubkonzerten in diesem Sommer eine Handvoll Festivalshows gespielt hat, kehren sie nun im November aufgrund der großen Nachfrage und noch größeren Fanliebe noch ein weiteres Mal in die deutschen Clubs zurück. Und man fragt sich letztlich nur eins: Werden diese Tickets noch schneller weggehen als jene der ersten Tour? Aller Voraussicht nach schon. Die sieben Alben und zahllosen EPs und Singles, die Muff Potter zwischen 1996 und 2009 veröffentlichten, gerieten weit über die Szene hinaus zu wahren Manifesten einer textlich wie kompositorisch selten klugen Punk-Dringlichkeit, zu scharfzügigen, entlarvenden, aber auch selbstgeißelnd introspektiven Sturmböen der Wahrhaftigkeit. Anfangs ebenso stark vom Geist des frühen Politpunks Marke Slime, ...But Alive oder EA80 geprägt wie vom krachenden und bisweilen scheppernden Alternative-Rock zwischen Dinosaur Jr., Hüsker Dü oder Fugazi, entwickelten sich Muff Potter unter der Ägide ihres Sängers, Gitarristen und Texters Thorsten Nagelschmidt zu wahren Meinungsführern der deutschen Subkultur und geradezu literarischen Meistern der feinen Beobachtung. Nicht nur textlich, auch klanglich und ästhetisch: Beginnend mit dem dritten Album "Bordsteinkantengeschichten" verließ das Quartett, das sich schon 1993 in Rheine aus den Resten verschiedener Bands gegründet hatte, immer mehr mit freudvollem Vorsatz die angestammten Punk-Wurzeln, spielte auf jedem weiteren Album mit neuen, zusätzlichen Instrumenten, Intensitäten und Inspirationen und schuf damit einen unverkennbaren Muff Potter-Sound. Mehr lesen...

WORRIERS

WORRIERS (New York) Die Ehrlichkeit mit der sich Lauren Denitizio in ihren Texten mit der Ausgrenzung durch ihre Homosexualität, überstandener Herzoperation und den Verlust von Freunden auseinandersetzt beeindruckt. Ein befreiter, gesanglicher Auftritt, der mitreisst und von der Band eindrucksvoll und abwechslungsreich mit Riffing zwischen Post-Punk und College-Rock und verschlungenem Songwriting mit Pop-Konnotationen unterstützt wird. Ein seltenes Gut, diese Mischung aus Eingängigkeit und schnoddrig-rotziger Haltung, punkrockigem Unterbau und herausragendem Gesang mit der Signifikanz von Sleater Kinney und dem Ausdruck einer Mischung aus John Darnielle (Mountain Goats) und Dolores O'Riordan (Cranberries). / Flight13GREAT WIGHT (New York) / NERVUS (London) Mehr lesen...

BAD RELIGION

Punkrock-Ikonen Bad Religion - Mit neuem Album zurück in DeutschlandSie zählen ohne Zweifel zu den Urvätern des Punkrock: Seit ihrer Gründung 1980 in Los Angeles haben Bad Religion die Geschicke dieses Musikstils entscheidend mitgeprägt. 2010 feierten sie mit einer großen Welttour ihr 30-jähriges Bestehen und bewiesen 2013 mit ihrem bislang letzten Studioalbum "True North", welche besondere Stellung sie auch nach drei Jahrzehnten noch innehaben. Top-20-Platzierungen in den USA, Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern belegten, dass sie ihre Ausnahmestellung als Musiker zwischen klarer politischer Kontur und Punkrock-Songs voller Hit-Magie auch nach mehr als drei Jahrzehnten noch immer leben wie am ersten Tag. In diesem Jahr erscheint nun der noch unbetitelte Nachfolger zu "True North" und damit ihr mittlerweile 17. Studioalbum, mit dem sie anschließend auf Welttournee gehen. Zwischen dem 5. Juni und dem 17. August kommen Bad Religion auch für fünf Konzerte nach Deutschland, mit Stationen in Stuttgart, Hamburg, Saarbrücken, Berlin und Hannover.Mit ihrem Sound hoben sie eines der bedeutsamsten Genres der Rockmusik aus der Taufe. Ohne Bad Religion wäre der globale Siegeszug von Punkrock weniger nachhaltig ausgefallen. Mit ihren Texten sensibilisierten sie mehrere Generationen von Musikhörern für politische und gesellschaftliche Themen. Bad Religion gehören zu den verantwortungsvollsten Rockern, die die Szene hervorbrachte. Kein politisch brisantes Thema, das sie nicht auf ihre Agenda heben. Doch ihre Verdienste reichen weiter. Mit ihrer 1981 gegründeten Plattenfirma ‚Epitaph Records’ waren sie Vorreiter des ‚Do It Yourself’-Gedankens, der seitdem unzählige Musiker beflügelt. Mittlerweile gehört ‚Epitaph’ zu den bedeutendsten Independent Labels der Welt, eine Vielzahl an Künstlern wurde hier entdeckt und aufgebaut, darunter The Offspring, NoFX oder Millencolin.Dabei sind sich Bad Religion immer treu geblieben. Ihre Werte, die ihre Lyrik definieren, haben sich über die Jahrzehnte nicht verändert. Es geht um Nächstenliebe, Achtung vor dem Leben und Bewusstmachung der eigenen Existenz. Diese hohen Ansprüche verbanden Bad Religion über ihre 16 Alben konstant mit großen, unter die Haut gehenden Songs voller Melodik. So schufen Greg Graffin (Gesang), Brett Gurewitz, Mike Dimkich und Brian Baker (Gitarren), Jay Bentley (Bass) sowie Brooks Wackerman (Drums) einen Sound, bei dem man über griffige Melodien einen direkten Zugang zu den wichtigen Inhalten findet. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Hierzulande erreichten ihre letzten elf Alben alle die Top 40 der Charts. Die perfekte Symbiose zwischen Spaß und Ernsthaftigkeit findet immer wieder neue Anhänger.Bei ihrem letzten Album "True North" handelte es sich um eine schnelle und mitreißende Arbeit, die an ihren Klassiker "No Control" angelehnt war. Damit schloss sich rund um ihren 35. Geburtstag ein Kreis, den die unermüdliche Truppe mit zwei Jubiläumsshows in Berlin im Jahr 2016 stilvoll abrundete. Es wurden denkwürdige Abende. Das kommende, noch unbetitelte Album ist für den Frühsommer angekündigt. Mehr lesen...