10 Ergebnisse für tag: New Wave

Belgrad

Das Projekt Belgrad wurde Anfang 2015 von Hendrik Rosenkranz und Leo Leopoldowitsch, die schon vorher miteinander gearbeitet hatten, gegründet, als sie zusammen auf einer mehrwöchigen Osteuropareise waren. Doch sie sollten mit ihren Ideen nicht lange alleine bleiben. Während des Produktionsprozesses schlossen sich gemäß der Bandauffassung von der fortwährenden Verhandlung und Verwandlung von Musik Stephan Mahler und Ron Henseler an. Zwei Generationen, drei Städte in Ost und West, Widersprüche als Chance: Wohnhaft in Berlin, Dresden und Hamburg und künstlerisch sozialisiert in verschiedenen subkulturellen Szenen vereint die Band Belgrad unterschiedliche Sichtweisen. Ein vielschichtiger musikalischer Background, der sich widerspiegelt in den Bands, in denen die vier Musiker bereits vor ihrer Begegnung aktiv waren: Stalin vs. Band, Dikloud, Slime, Torpedo Moskau, Kommando Sonnenmilch, um nur einige zu nennen. Aus den gemeinsamen Aufnahmesessions entwickelte sich dann fast nebenher und unwillkürlich das erste Album: In Eigenregie produziert, steht "Belgrad" im Plattenregal – ein Album, das mit Leichtigkeit schwere Themen behandelt. Treibend und mitreißend, dann wieder ganz leise. Voller musikalischer Leidenschaft und produktionstechnischer Raffinesse, immer wieder durchbrochen von Störgeräuschen. Belgrad gehört zu keiner Szene, Belgrad hat kein Genre, Belgrad ist Suchen, nicht Finden. Bei den ersten Konzerten im Frühjahr 2017 erweiterte das Quartett sein instrumentales Spektrum um elektronische Effekte und Loops. Jenseits von Postpunk, New Wave und 80er Pop, jedoch unter Anleihe der besten Elemente dieser Genres, werden bei Belgrad eine musikalische Entwicklung und ein Ausdrucksdrang offenbar, die poetischer und gleichzeitig direkter und rotziger nicht sein könnten. Am 20. Januar kommen Belgrad in die Prinzenbar nach Hamburg. Mehr lesen...

The Sisters of Mercy

Keine andere Band verweigert sich den Mechanismen des Marktes so konsequent wie The Sisters Of Mercy. Wenn man auf ihrer Website den Link "Record News" anklickt, landet man auf einer Seite mit dem schönen Titel "ERROR 404, PAGE NOT FOUND". Es gibt kaum Neuigkeiten, keine Pressemitteilung - seit 1990 haben Sänger Andrew Eldritch, die Gitarristen Chris Catalyst und Ben Christo und Doktor Avalanche, ihr Drumcomputer, kein neues Album mehr aufgenommen. Nicht, dass es keine neuen und naturgemäß unveröffentlichte Songs gäbe oder grandiose und wahnwitzige Coverversionen von Dick Dale über Red Lorry Yellow Lorry bis hin zu den Andrew Sisters – die schon vom Namen her sehr gut zu Eldritch und seinen Schwestern passen. Es gibt aber nur eine Chance, die neuen Tracks und natürlich auch die alten Kracher von "This Corrosion" über "Temple Of Love" bis hin zum Meilenstein "Floodland" in neuen und frischen Varianten zu hören: Man muss sich in die Konzerthallen begeben, sich in den Trockeneisnebel stellen, ohne den die Jungs nie auf die Bühne kommen, und sich eines der großartigen Konzerte anhören. Denn The Sisters Of Mercy sind nur und vor allem eine Live-Band. Wie heißt es auf der kargen Homepage der Band so schön: "We are a rock’n’roll band. And a pop band. And an industrial groove machine. We are intellectual love gods". Und verdammt gut, wenn sie auf der Bühne stehen. Mehr lesen...

Lucius

Im kommenden März erscheint "Good Grief", das mit Spannung erwartete zweite Album von Lucius. Bereits jetzt kursiert mit "Born Again Teen" ein erster Vorgeschmack im Netz und beweist erneut das Gespür der Band aus Brooklyn für perfekten, magischen Pop voller Charisma und Charme. Auf der Platte verarbeiten die Gründerinnen und Sängerinnen Jess Wolfe und Holly Laessig und ihre Mitmusiker, die Multiinstrumentalisten Andrew Burri, Peter Lalish und Dan Molad, ihre vergangenen zwei Jahre auf Tour. All diese Gefühle, die einen durchströmen, wenn man unter anstrengenden Bedingungen unterwegs ist, werden hier umgesetzt: Einsamkeit, Trauer, Erschöpfung auf der einen Seite, aber auch die Aufregung, Erfüllung auf der Bühne, all die fröhlichen und glücklichen Momente im Leben der Band und des Menschen im Allgemeinen. Der ganze "gute Kummer" eben, den Lucius zum Albumtitel machte. Das macht diese Platte ja so besonders: Dass Lucius es geschafft haben, ihre ganz vielfältigen Empfindungen in ganz persönliche, aber für jeden völlig verständliche Musik zu verpacken, weil jeder diese Gefühle schon einmal erlebt hat. Dazu haben die Produzenten Shawn Everett (Weezer und The Alabama Shakes) und Bob Ezrin (Alice Cooper, Kiss und Pink Floyd) und Mischer Tom Elmhirst (Adele und Beck) Lucius einen grandiosen Sound auf den Leib geschmiedet. Auch hat das Gesangsduo, seitdem die beiden 2006 zusammengekommen sind, seine Performance perfektioniert, bei jeder Session, auf jeder der vielen Tourneen, bei jedem einzelnen Auftritt. So sind Lucius stets konzentriert, aber gleichzeitig immer lässig. Vor allem auf der Bühne kommt das voll zum Tragen, wenn sie ihre Songs, die irgendwo zwischen Pop und New Wave angesiedelt sind, singen und spielen. Mehr lesen...

Simple Minds

Kein Mensch würde sich mehr an die Punkband Johnny and the Self Abusers erinnern, die sich im April 1977 gegründet hatte, hätten nicht deren Sänger Jim Kerr und deren Gitarrist Charlie Burchill die famose Idee gehabt, bereits im November darauf eine weitere Band ins Leben zu rufen: die Simple Minds. Der Rest ist Geschichte. Erfolgsgeschichte genauer gesagt. Die Schotten waren mit sechs ihrer Alben in Großbritannien auf Platz eins der Charts und holten sich Spitzenplatzierungen auch im Rest der Welt. Der Überhit "Don’t You (Forget About Me)" rauschte in den USA ganz nach oben. Darüber hinaus gelten die Simple Minds als eine der besten Live-Bands der Welt und haben in ihrer 35-jährigen Geschichte wahrscheinlich mehr Rockhymnen gespielt als jede andere Gruppe. Nachdem sie im vergangenen Jahr auf etlichen Festivals begeisterten und mit ihrer 5x5-Tour so richtig abräumten, kommen die alten Heroen dieses Jahr noch mehr in Schwung. Seit März steht "Celebrate" in den Regalen, ihr Greatest-Hits-Album, und beweist, wie vielfältig und abwechslungsreich die Musik immer war. Oder wie Jim Kerr es heute ausdrückt: "Ich bin immer sehr stolz, wenn die Leute fragen: Welche Simple Minds meinst du? Die Avantgarde, die Art-Rocker, die Popband, das Ambient-Projekt, die Instrumentalgruppe, die politischen Texter, die Folker, die Stadionrocker? All diese Stile gleichzeitig zu beherrschen war immer die Quintessenz der Simple Minds und etwas ganz Besonderes." Und es macht auch die Auftritte dieser Ausnahmemusiker zu etwas ganz besonderem. Zum Glück gehen die Schotten mit ihrem Best-of-Programm auch auf große Tour. Im kommenden Februar stehen sie auf unseren Bühnen: Zwei Teile, eine Pause, keine Supportband, nur reiner donnernder schottischer Rock aus den letzten 35 Jahren. Die Simple Minds sind zurück, alive and kicking. Mehr lesen...

Simple Minds

Kein Mensch würde sich mehr an die Punkband Johnny and the Self Abusers erinnern, die sich im April 1977 gegründet hatte, hätten nicht deren Sänger Jim Kerr und deren Gitarrist Charlie Burchill die famose Idee gehabt, bereits im November darauf eine weitere Band ins Leben zu rufen: die Simple Minds. Der Rest ist Geschichte. Erfolgsgeschichte genauer gesagt. Die Schotten waren mit sechs ihrer Alben in Großbritannien auf Platz eins der Charts und holten sich Spitzenplatzierungen auch im Rest der Welt. Der Überhit "Don’t You (Forget About Me)" rauschte in den USA ganz nach oben. Darüber hinaus gelten die Simple Minds als eine der besten Live-Bands der Welt und haben in ihrer 35-jährigen Geschichte wahrscheinlich mehr Rockhymnen gespielt als jede andere Gruppe. Nachdem sie im vergangenen Jahr auf etlichen Festivals begeisterten und mit ihrer 5x5-Tour so richtig abräumten, kommen die alten Heroen dieses Jahr noch mehr in Schwung. Seit März steht "Celebrate" in den Regalen, ihr Greatest-Hits-Album, und beweist, wie vielfältig und abwechslungsreich die Musik immer war. Oder wie Jim Kerr es heute ausdrückt: "Ich bin immer sehr stolz, wenn die Leute fragen: Welche Simple Minds meinst du? Die Avantgarde, die Art-Rocker, die Popband, das Ambient-Projekt, die Instrumentalgruppe, die politischen Texter, die Folker, die Stadionrocker? All diese Stile gleichzeitig zu beherrschen war immer die Quintessenz der Simple Minds und etwas ganz Besonderes." Und es macht auch die Auftritte dieser Ausnahmemusiker zu etwas ganz besonderem. Zum Glück gehen die Schotten mit ihrem Best-of-Programm auch auf große Tour. Im kommenden Februar stehen sie auf unseren Bühnen: Zwei Teile, eine Pause, keine Supportband, nur reiner donnernder schottischer Rock aus den letzten 35 Jahren. Die Simple Minds sind zurück, alive and kicking. Mehr lesen...