9 Ergebnisse für tag: New Wave

Midge Ure

Der Umbruch zu Beginn der 1980er Jahre war entscheidend für die Musikszene. Während in verschiedenen Bereichen wie Gesellschaft, Politik, Mode und Kultur ein riesiger Umschwung stattfand, kam auch frischer Wind in die Musikszene. Als Synthesizer anfingen, die neuen Lieder zu dominieren und Musikvideos den Popcharts ein ganz neues Aussehen verliehen, war besonders einer maßgeblich am Wandel beteiligt: Der Brite setze mit der Single "Fade To Grey" von der Band Visage aus gleichnamigen Debütalbum und "Vienna" von der Band Ultravox, ebenfalls aus gleichnamigen Album, neue Maßstäbe. Als Alleskönner hat er als Songwriter und Produzent an diesen und an unzähligen weiteren Hits mitgewirkt. Midge Ure's Talent für rockige Popmusik gepaart mit seinem elektronischen Herz brachten futuristische neue Klänge auf den Musikmarkt der ganzen Welt."Der Herbst 1979 war ein zentraler Punkt in meinem beruflichen Werdegang", erklärt Midge Ure. "In den letzten zwei Jahren bin ich von der Pop-Band (Slik) zur Post-Punk-Band (The Rich Kids) zu einem Bestandteil für Thin Lizzy als Gitarrist gewachsen. Während des Herbstes bis zum Winter 1979, als ich mit Billy Currie am Visage-Projekt arbeitete, wurde ich zu Ultravox eingeladen. Die Arbeit, die wir in diesem Winter am Vienna Album gemacht haben, war ein aufregender Kreativitätsschub, wie ich ihn noch nie erlebt hatte." Auch der Uhrenhersteller "Swatch" war von der Musik von Midge Ure begeistert und nahm "Breathe" als Soundtrack eines Swatch-TV-Werbespots, der Song erreichte damit einen weltweiten Kultstatus und verhalf der Firma somit zu ihrer erfolgreichsten Werbekampagne überhaupt. Doch nicht nur musikalisch, auch sozial ist das Multitalent überdurchschnittlich engagiert. Gemeinsam mit Bob Geldof ist Midge Ure Gründungsmitglied der Band "Aid Trust", die zur Linderung der Hungersnot in Äthiopien gegründet wurde. So organisierte er die Konzerte "Live Aid" und "Live 8" und war somit die treibende Kraft hinter den Benefizkonzerten. Außerdem ist er Botschafter der Kinderhilfsorganisation "Save the Children". Mehr lesen...

Paul Weller

Einer "der größten britischen Songwriter der letzten 30 Jahre" (BBC) wird Deutschland im Mai 2020 für vier Konzerte in Hamburg, Berlin, Köln und Frankfurt beehren und eine Kollektion aus seinem schier unerschöpflichen Fundus an grandiosen Songs präsentieren. Doch es sind nicht nur die Songs, die Paul Weller "neben David Bowie zu der weit verzweigtesten, langanhaltendsten und stets nach vorne blickenden Karriere" (The Daily Telegraph) verhalf. Es ist auch seine Meinungsstärke, seine klare politische Positionierung sowie seine Neugier darauf, immer wieder neue musikalische Felder zu erschließen. Ob mit seiner New Wave-/Mod-Band The Jam, mit der er zwischen 1976 und 1982 ein kraftvolles, musikalisch anspruchsvolles Gegengewicht zum parallel aufkeimenden Punkrock anbot; ob mit The Style Council, mit denen er die restlichen 80er-Jahre über die wohl wertvollste Version eines 80er-Edelpop manifestierte; oder ob als Solokünstler, als der er in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht weniger als 19 Alben in den britischen Top Ten platzieren konnte, von denen es ganze 12 sogar unter die Top 3 schafften: Stets ging es Paul Weller nicht in erster Instanz darum, Hits abzuliefern, sondern sich und sein Songwriting immer wieder neu zu entdecken. Dass er dabei mehrfach neue Trends und Strömungen initiierte – etwa auch, als er 1996 mit dem Album "Heavy Soul" eine Rückkehr zu rohen, direkten Aufnahmen ohne Overdubs und technische Tricks einläutete, ein Trend, der beispielsweise den Weg für das Garagerock-Revival Ende der 90er anbahnte und letztlich bis heute anhält –, muss man dabei als wunderbaren Nebeneffekt beschreiben. Mehr lesen...

Metronomy

2019 ist das Jahr für Metronomy, um ihre Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Erst kürzlich veröffentlichen die Briten ihre erste Single "Lately", aus dem neuen und sechsten Album "Metronomy Forever", welches am 13.09.19 erscheint. Im Oktober 2019 folgt dann auch die Tour.Seit Jahren für ihren Mix aus Pop und Club-Sounds bekannt, ist der neue Longplayer daher immer wieder durchzogen von elektronischen Elementen und Tracks, die zur Gesamtstimmung des Albums beitragen. Der Albumtitel "Metronomy Forever" sei dabei zugleich als Blick in die Zukunft und als Rückblick gemeint: Wie ein Januskopf, Anfang und Ende zugleich, dem Untergang geweiht und doch unsterblich. Ein bisschen wie das alte Lied von "Asche zu Asche / Staub zu Staub" also.Nicht umsonst klingt Metronomy ein bisschen nach dem Taktgeber, welcher mit dem stetigen Tick-Tack für Kontinuität und Endlosigkeit steht. Ähnliches möchte Joseph Mount, der die Band 1999 gegründet hat, verkörpern: Etwas, das gleichzeitig vor und zurück schaut.Live begeistern Metronomy, seit jeher in ausverkauften Hallen und auf den großen Festivalbühnen. Neben Joseph Mount und Oscar Cash ist die Band durch Anna Prior, Gbenga Adelekan und Michael Lovett zum Quintett vervollständigt und das Groove-Monster entfesselt - selten hat man derartig viel nackte Euphorie in verschwitzten Gesichtern gesehen! Mehr lesen...

The Night Game

Mit The Night Game hat sich Martin Johnson, der aus Boston stammende Frontmann der Boys Like Girls und (Ghost-)Songwriter zahlreicher Hits für viele andere Künstler, einen künstlerischen Traum erfüllt. "Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich so viel Zeit, wie ich wollte, um neue Musik zu kreieren – und diese habe ich mir genommen", sagt er über sein Soloprojekt, das live mit einer fantastischen Begleitband begeistert. Bislang erschienen mit "The Outfield", "Once In a Lifetime" und "Kids In Love" erst drei Singles seines neuen Projektes, weitere sollen folgen. Doch bereits diese ersten Höreindrücke belegen die Besonderheit von The Night Game, denn es gelingt Martin Johnson, das etwas angestaubte New-Wave-Genre in die Moderne zu heben und einen fulminanten Mix aus der dunklen Wave-Ästhetik und hymnischen Pop-Hits der Gegenwart zu erzeugen. Ein Album wurde zwar noch nicht angekündigt, an Songs mangelt es The Night Game allerdings nicht – und so kommt die Band am 29. Mai in die Prinzenbar nach Hamburg. Bislang kannte die Karriere des 1985 in einer Kleinstadt in Massachusetts geborenen Martin Johnson zwei parallel verfolgte Stränge: Zum einen ist er Frontmann und Hauptsongwriter der insbesondere in den USA sehr erfolgreichen Pop-Punks Girls Like Boys, mit denen er zwischen 2006 und 2012 drei Alben veröffentlichte und mit Singles wie "The Great Escape" oder "Two Is Better Than One" Platzierungen in den Top 20 der US-amerikanischen Billboard Charts belegte. Zum anderen gilt er als einer der profiliertesten Songwriter für andere Künstler: Mit von ihm geschriebenen Titeln landeten Performer wie Hannah Montana, Jason Derulo, Avril Lavigne, Gavin DeGraw, Daughtry, Taylor Swift oder Christina Perri Hits auf Top Positionen der US- Charts, insgesamt wurden mehr als 10 Millionen Exemplare von Singles aus seiner Feder abgesetzt. Und doch scheint sein künstlerisches Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Nachdem Girls Like Boys im Anschluss an die Tournee zu ihrem letzten Album "Crazy World" eine Auszeit auf unbestimmte Zeit vereinbarten, fand Martin Johnson erstmals seit Beginn seiner Arbeit als Profimusiker den Raum, neue Musik ohne jede Vorgabe oder stilistische Beschränkung zu kreieren. Gleich der erste Song, das im April 2017 veröffentlichte Stück "The Outfield", belegte seine Vision für einen unkonventionellen Mix aus der klassisch kühlen New-Wave-Ästhetik gepaart mit großen Hooklines – im Gesang unterstützt durch den belgisch-australischen Künstler Gotye. Prompt schrieb das Billboard Magazine von "einem künftigen Klassiker". Es folgte das großartige "One In a Lifetime", bevor Johnson für die dritte, im vergangenen Oktober erschienene Single "Kids In Love" eine weitere spannende Kollaboration einging: Dieser Song entstand in Zusammenarbeit mit dem norwegischen EDM-Star Kygo. Hier verband sich nun sein exklusiver Wave-Pop-Mix obendrein mit der Coolness moderner Dance-Beats. Nur ein weiteres Zeichen für die Bezugsoffenheit und kreative Freiheit, die Martin Johnson mit The Night Game verfolgt. Eine erste US-Tournee an der Seite des amerikanischen Superstars John Mayer bewies, dass The Night Game auch live durch eine hohe künstlerische Dichte im Wechselspiel mit grandiosen Melodien überzeugen. Mehr lesen...

Belgrad

Das Projekt Belgrad wurde Anfang 2015 von Hendrik Rosenkranz und Leo Leopoldowitsch, die schon vorher miteinander gearbeitet hatten, gegründet, als sie zusammen auf einer mehrwöchigen Osteuropareise waren. Doch sie sollten mit ihren Ideen nicht lange alleine bleiben. Während des Produktionsprozesses schlossen sich gemäß der Bandauffassung von der fortwährenden Verhandlung und Verwandlung von Musik Stephan Mahler und Ron Henseler an. Zwei Generationen, drei Städte in Ost und West, Widersprüche als Chance: Wohnhaft in Berlin, Dresden und Hamburg und künstlerisch sozialisiert in verschiedenen subkulturellen Szenen vereint die Band Belgrad unterschiedliche Sichtweisen. Ein vielschichtiger musikalischer Background, der sich widerspiegelt in den Bands, in denen die vier Musiker bereits vor ihrer Begegnung aktiv waren: Stalin vs. Band, Dikloud, Slime, Torpedo Moskau, Kommando Sonnenmilch, um nur einige zu nennen. Aus den gemeinsamen Aufnahmesessions entwickelte sich dann fast nebenher und unwillkürlich das erste Album: In Eigenregie produziert, steht "Belgrad" im Plattenregal – ein Album, das mit Leichtigkeit schwere Themen behandelt. Treibend und mitreißend, dann wieder ganz leise. Voller musikalischer Leidenschaft und produktionstechnischer Raffinesse, immer wieder durchbrochen von Störgeräuschen. Belgrad gehört zu keiner Szene, Belgrad hat kein Genre, Belgrad ist Suchen, nicht Finden. Bei den ersten Konzerten im Frühjahr 2017 erweiterte das Quartett sein instrumentales Spektrum um elektronische Effekte und Loops. Jenseits von Postpunk, New Wave und 80er Pop, jedoch unter Anleihe der besten Elemente dieser Genres, werden bei Belgrad eine musikalische Entwicklung und ein Ausdrucksdrang offenbar, die poetischer und gleichzeitig direkter und rotziger nicht sein könnten. Am 20. Januar kommen Belgrad in die Prinzenbar nach Hamburg. Mehr lesen...