67 Ergebnisse für tag: Indierock

Two Door Cinema Club

Im Juni erschien "False Alarm", das mit Spannung erwartete vierte Album vom Two Door Cinema Club. Drei Jahre nach "Gameshow" ein weiterer Meilenstein in der Karriere der drei Schulfreunde Alex Trimble (Gitarre, Synthesizer, Beats, Gesang), Sam Halliday (Gitarre, Gesang) und Kevin Baird (Bass, Gesang). Die Nordiren aus Bangor (die inzwischen zum Teil in London leben) haben ihren Sound kompromisslos weiterentwickelt und sind dabei gleichzeitig ein gutes Stück in die Vergangenheit und in die Zukunft gereist. Nach den knalligen Anfängen als Indie-Rocker hat sich das Trio immer mehr in die elektronische Seite des Grooves eingefühlt. "Gameshow" und vor allem jetzt "False Alarm" zeigen TDCC wieder absolut auf der Höhe, fast als hätte eine Metamorphose stattgefunden und wäre eine neue Band entstanden. Dieser funky Sound, diese Reminiszenzen an die 80er sind schon famos. Ständig lugen da Heaven 17, Chic oder Madonna um die Ecke, Zitate und Anspielungen werden gekonnt platziert. Die Synthies pluckern wie bei Giorgio Moroder oder bilden feine Klangvorhänge, hinter denen Trimbles Stimme verhaucht und verwischt den Ton angibt. Disco und Wave sind wieder da und hören sich besser an denn je. Denn gleichzeitig arbeiten die drei Freunde mit modernen Beats und legen bei der Produktion großen Wert auf hohe Klangqualität. Alles zusammen ist Synthiepop und Electro-Funk auf allerhöchstem Niveau, der jeden Dancefloor sofort mit schwitzenden Leibern füllt. Denn zu diesen Begabungen kommt vom Ursprung des Two Door Cinema Club noch etwas entscheidendes dazu: dieses überragende Talent, gute Songs zu schreiben, das Haus zu rocken und einfach abzuliefern. Genau das macht die drei Jungs auch live so einzigartig. Davon kann man sich im Januar überzeugen, wenn der Two Door Cinema Club auf Tour geht. Mehr lesen...

HOT CHIP

Hot Chip gehören seit vielen Jahren zu den aufregendsten und kreativsten Formationen der britischen Musikszene. Ihr atemberaubender Mix aus heißblütigem Indie-Sound und treibender Elektronik verhalf dem von ihnen mitbegründeten Genre "Indietronic" zu internationaler Aufmerksamkeit. Im Juni erscheint ihr sehnsüchtig erwartetes siebtes Album "A Bath Full of Ecstasy" und passend dazu geht es ab Herbst auf große Headliner Tour durch Nordamerika, Europa und UK – mit zwei deutschen Stopps im Dezember in Berlin (03.12.) und Hamburg (11.12.). Seit dem Jahr 2000 basteln fünf vielseitig begabte Musiker ohne jede stilistische Scheuklappe an einem einzigartigen Sound. Alexis Taylor (Vocals, Piano), Joe Goddard (Gesang, Synthesizer), Owen Clarke (Gitarre, Bass), Felix Martin (Drumcomputer, Synthesizer) und Al Doyle (Gitarre, Synthesizer) verfolgten hierbei vom Start weg eine eigene Vision: In Hot Chip sollte die Intensität eines kunstvoll komponierten Indierock-Songs mit der hypnotischen Kraft von Techno-Beats verschmelzen. Auf zahlreiche, selbstproduzierte EPs und Singles folgte 2004 zunächst das Debütalbum "Coming On Strong". Mit dem zweiten Werk "The Warning" erlangten Hot Chip 2006 erstmals große nationale Aufmerksamkeit, als es für den Mercury Prize nominiert wurde und vom Fachmagazin Mixmag zum "Album of the Year" gekürt wurde. Seither gehören Hot Chip zunächst in England, später in ganz Europa und sogar Australien sowie Asien zu den spannendsten neuen Acts zwischen Rock und Elektronik. Mit den folgenden Alben "Made in the Dark" (2008), "One Life Stand" (2010), "In Our Heads" (2012) und "Why Make Sense?" (2015) entwickelten sie sich kontinuierlich zu Stars. Sie fuhren in England Top 10-Platzierungen ein und erreichten in vielen weiteren Ländern die Top 50. 2009 wurden sie für einen Grammy nominiert. So aufregend ihre Alben bereits sind, so überwältigend gestalten sich die Live-Konzerte von Hot Chip. Hier bilden ihre Songs lediglich die Grundlage für intensive Jam-Sessions zwischen Rock, House und Minimal Techno. Das Glide Magazine bezeichnete ihre Shows als "extrem rhythmusgetriebene Improvisationen, die eine Atmosphäre von Euphorie, Energie und dem stets Unerwarteten" erzeugten. Die Bereitschaft zu solchen Exkursionen resultiert aus der Hingabe der Bandmitglieder an die Kunst des DJings. Alle fünf arbeiten regelmäßig als Club-DJs und veröffentlichten bereits viele Mix-CDs, darunter eine Ausgabe der renommierten "DJ Kicks"-Reihe. Nachdem die April-Shows im Handumdrehen ausverkauft waren, gehen Hot Chip ab Herbst erneut auf große Tournee und werden im Dezember auch in Berlin und Hamburg die Live-Präsentation ihres neuesten Meisterwerks "A Bath Full of Ecstasy" zum Besten geben. Mehr lesen...

Balthazar

Anfang des Jahres haben Balthazar ihr viertes Album "Fever" veröffentlicht und mit der nachfolgenden Tour wieder einmal ihre musikalische Vielfalt und ihre unnachahmbare Lässigkeit unter Beweis gestellt. Auf der Bühne ist die Band um Jinte Deprez und Maaerten Devoldere (beide Gitarre und Gesang) in ihrem Element. Sie experimentiert mit ihrem spielerischen mal jazzigen, mal poppigen dunklen und hin und wieder ganz schön bluesigen Sound. Harmoniegesang, der sich quasi mit Passagen abwechselt, die eher gesprochen, genuschelt, gesummt werden, lockere Bassläufe und andere pointierte Arrangement-Einfälle prägen die Musik. Simon Casier am Bass und Drummer Michiel Balcaen legen mal mehr, mal weniger unauffällig, aber immer solide das Fundament. Das ist lässig und hat vor allem Stil. Bloß gut, dass da wieder zusammengekommen ist, was zusammen gehört, hatten doch Deprez und Devoldere eine Auszeit beantragt, um sich um ihre Soloprojekte wie Warhaus oder Studiopläne zu kümmern. Irgendwann aber hatten die beiden Masterminds den Eindruck, sie hätten lange genug ihren Grillen gefrönt, und sich ihres gegenseitigen Respekts erinnert. Der gemeinsame künstlerische Horizont, da waren sich beide sicher, könnte noch so viel weiter gespannt werden. Gemeinsam ist die Band wieder zusammengekommen, ohne einen genauen Plan, ohne fertige Songs, nur mit dem Willen, die Geschichte von Balthazar in der Welt der kühlen und doch heißen Musik weiterzuschreiben und es dieses Mal noch besser zu machen. Nun sind Balthazar zurück mit der alten Lockerheit, etlichen neuen Klangideen und einer noch besseren und Live-Show. Das haben die Jungs im Januar unter Beweis gestellt. Jetzt haben Balthazar bestätigt, dass sie noch einmal nachlegen: Im Dezember spielen sie drei weitere exklusive Auftritte, dieses Mal in Hannover, Hamburg und Leipzig. Mehr lesen...

OF MONSTERS AND MEN

In schöner Regelmäßigkeit überrascht die isländische Musikszene mit Künstlern, die mit eigenwilliger Ästhetik besondere Momente erzeugen. Seit Ende 2011 gilt das Sextett Of Monsters and Men als musikalische Sensation des Inselstaats. Sowohl ihr Debütalbum ›My Head Is An Animal‹ von 2012 als auch der Nachfolger ›Beneath the Skin‹ (2015) eroberten in ihrer Heimat die Spitzenpositionen der Hitlisten und konnten sich europaweit und selbst in Australien und den USA hoch in den Charts platzieren. Nach einer längeren Auszeit wurde nun für den 26. Juli der dritte Longplayer ›Fever Dream‹ angekündigt. Anschließend gehen Of Monsters and Men auf gleichnamige Europatournee, in deren Rahmen sie zwischen dem 12. und 21. November auch für vier Konzerte nach Deutschland kommen. Mehr lesen...

Tom Walker

Tom Walker ist der Shooting Star unter den jungen britischen Singer/Songwritern. Im vergangenen Jahr tauchte er noch auf allen relevanten "One to watch"-Listen auf. Mit Recht, wie sich im Nachhinein zeigt. Schon seine charismatische erste Single "Leave A Light On" stand wochenlang in den europäischen Hitparaden und erhielt Sechsfach-Platin. Dieses Jahr nun traf der verdiente Erfolg ein: Bei den BRIT-Awards errang er überlegen den Titel als British Breakthrough Act. Sein Debütalbum "What A Time To Be Alive", erschienen Anfang März, ging direkt auf die eins der britischen Charts und hat schon jetzt Gold-Status erreicht, und bei Spotify steht er auf dem Sprung in die Global Top 100. Nachdem Walker in der Vergangenheit mit Künstlern wie Hurts oder George Ezra auf Tour war, füllt er inzwischen als Headliner die Hallen. Die kommende UK-Tour im Herbst ist bereits jetzt bis auf ein Konzert ausverkauft, und auch bei den Auftritten, die ihn vor ein paar Tagen zu uns geführt haben, gab es für alle bis auf einen keine Tickets mehr. Vor allem aber hat Tom Walker dabei musikalisch voll überzeugt. Der Schotte weiß seine eindrucksvolle Stimme effektvoll einzusetzen. Insbesondere die akustisch vorgetragenen Songs zeigten das riesige Potenzial dieses Organs. In Bandbesetzung wiederum hört man den Groove, diese vom HipHop und Reggae beeinflussten Kadenzen, mit denen er seine Stimme fast wie ein Instrument einsetzt. Und ganz nebenbei erzählt uns Walker Geschichten aus seinem Leben, mal traurige, mal fröhliche, mal beides. Aber immer mit dem Talent eines großen Dichters. Jetzt hat Tom Walker bestätigt, dass er im kommenden Oktober erneut für drei Shows zu uns kommt. Präsentiert werden die Konzerte von MusikBlog.de. Mehr lesen...