17 Ergebnisse für tag: Folk-Rock

Garrett Kato & Riley Pearce

Im September kommen zwei australische Künstler nach Hamburg, die vieles verbindet und die sich ganz wunderbar ergänzen. Garrett Kato und Riley Pearce haben beide auf der Straße begonnen und ihre ersten Brötchen als reisende Musiker verdient, mit der Gitarre im Gepäck und bereit, immer und überall aufzutreten. Garrett Kato wurde in Kanada geboren, lebt aber schon lange in Australien. Vor knapp zehn Jahren hängte er aus einer Laune heraus seinen Job an den Nagel und trampte nur mit ein paar Klamotten, Schlaf- und Rucksack und natürlich seiner Klampfe nach Byron Bay. Hier, im östlichsten Ort des australischen Festlands mit dem angeblichen schönsten Strand des Landes, stellte er sich an die Straßenecke und spielte fünf Gigs die Woche, wo auch immer sie ihn auftreten ließen. Die Anstrengung hat sich gelohnt: Bald begann Kato im ganzen Land zu touren, zum Teil mit Größen wie Ziggy Alberts, Kyle Lionheart oder den Pierce Brothers, seine Songs tauchten in Soundtracks auf, die Spotify-Zahlen überstiegen bald über 20 Millionen Streams. Zwei Alben hat er im Gepäck, und jüngst erschienen mit "River Mouth" und eben erst "Where the Vampires Hide" zwei neue Tracks. Mit seiner verhauchten Stimme und seinem feinfühligen Spiel sticht er ebenso deutlich heraus wie sein Kompagnon auf dieser Tour. Riley Pearce begann seine Karriere ganz ähnlich. Als Kind lernte er eher zufällig Linkshänder-Gitarre zu spielen: Er imitierte spiegelbildlich seine Stars, die er aus dem TV kannte. Später wurde er Straßenmusiker und besuchte Open-Mic-Abende in seiner Heimat Perth. Von diesen bescheidenen Anfängen ist der Alt-Folker inzwischen – zumindest was die Popularität angeht – ziemlich weit entfernt. Pearce spielt ausverkaufte Shows in ganz Australien und holte sich etliche Awards. Mehr lesen...

Holy Moly And The Crackers

Holy Moly & The Crackers hatten ein großartiges Jahr: Die Gipsy-Rock-Band aus Newcastle – so zumindest ihre Selbstbeschreibung – veröffentlichte ihr neues Album "Salem" voller fulminanter Indie-Rock-Hymnen und wurde dafür über den grünen Klee gelobt, sowohl von Kritikern als auch von Fans. Es folgten zwei weithin ausverkaufte Tourneen, eine durch das Vereinigte Königreich und eine ebenso erfolgreiche durch Europa, bei denen das Sextett auch erstmals bei uns durch die Hallen tobte. Aber schon davor waren Holy Moly & The Crackers (was man vielleicht mit "Heiliger Strohsack und die Knallerbsen" übersetzen könnte) eine der hardest working bands Englands. Was bei anderen vielleicht wie ein Klischee klänge, stimmt hier wirklich: Seit der ersten Platte "First Avenue" im Jahr 2012 ist die Combo um die Gründer Conrad Bird, Ruth Patterson und Squeezebox Rosie Bristow eigentlich ständig unterwegs und mischt dabei Genres, wie es ihr gerade in den Sinn kommt. Irische, amerikanische oder Balkan-Folksongs, Bluesrock-Kracher, Funeral Marches und Punkrock mischen sie zu einer einzigartigen, fantastischen Version von Rock’n’Roll zusammen. Bird und Pattersonröhren sich mit einer Hingabe durch die Songs, die ihresgleichen sucht, Funk-Bass-Spieler Jamie Shields und Schlagzeuger Tommy Evans bilden die treibende Rhythmusgruppe und dazu kommen Bläser und die Fiedel – gemeinsam machen sie aus jedem Konzert eine Party! Seit diesem Jahr verstärkt Nick Tyler die Band mit seiner psychedelisch-punkigen Gitarre und gibt noch eine weitere Sound-Zutat in diesen musikalischen Cocktail. Neben den ganzen Auftritten, die dieses Jahr anstehen, wollen Holy Moly & The Crackers auch an einer neuen Platte arbeiten, die sie im September live bei uns präsentieren. Mehr lesen...

Coming Soon

Zehn Jahre nach dem Debüt-Album ("New Grids", 2008) und ihrem Beitrag zum "Juno"-Soundtrack unter ihrem Alias "Antsy Pants", mit dem sie in der europäischen Indie Rock Szene Fuß fassten, ist die aus den französischen Alpen stammende und nun in Paris lebende Band zurück mit dem Album "Sentimental Jukebox” Die Band präsentiert einen eigenständigen Mix aus unbekümmertem Rock, Pop der 1960er sowie hypnotisierenden Balladen.

Obgleich die Songs im Vergleich zum Vorgänger "Tiger Meets Lion" (2014) deutlich gitarrenlastiger sind, finden elegante Keyboards und elektronische Einflüsse ihren Weg in die Musik von Coming Soon. Die eingängigen wie originellen Melodien werden von den fünf Musiker sehr originell mit abwechselndem Gesang präsentiert. "Sentimental Jukebox" klingen unverfälscht und es ist nicht zu überhören, dass man für die Texte akribisch an den englischen Lyrics gefeilt hat. Eine Kombination, die "den Großen" ihren Respekt zollt (Bruce Springsteen, Nick Cave oder The Beach Boys) und gleichzeitig die Fackel für modernen Indie Rock voranträgt (Pavement, Silver Jews, Herman Düne). Ausserdem erinnern die Songs an Wave Pictures (langjährige Freunde der Band) und The War On Drugs.Die Ideen für "Sentimental Jukebox" entstanden 2016 auf Tour durch ganz Europa, als Backingband für Adam Green. Während mehr als 100 Konzerten teilte man sich einen Tourbus mit Macaulay Culkin, den Vaselines und eben jenem Adam Green. Später dann, in entspannter Atmosphäre, im früheren Band-Proberaum in den französischen Alpen, wurde das Album ausgearbeitete, bevor die Band dann für Aufnahme und Mixing in ihre neue Heimat Paris zurückkehrten. Die Zeit mit Adam Green, während seiner Europaweiten "ALADIN Tour” formten nicht nur "Sentimental Jukebox", sondern beeinflussten auch Coming Soon und ihrem Schaffensprozess nachhaltig. Mehr lesen...

Joe Henry

Zuletzt war er 2014 in Deutschland zu sehen, jetzt tourt der amerikanische Singer/Songwriter Joe Henry erneut hierzulande. Der 56-Jährige aus North Carolina hat zwei exklusive Shows im Februar 2018 bestätigt, bei denen er sein am 27.10.17 erschienenes Album "Thrum" (earMUSIC/Edel) live vorstellen wird. Am 07.02.18 gastiert Joe Henry in Hamburg in der Prinzenbar.
"Der Klang eines Joe Henry Albums ist unverkennbar… Die Instrumente tönen unglaublich voll, tief und warm – und heben Henrys Musik besonders hervor." – National Public Radio
Ein Multitalent kommt wieder auf Tour: Joe Henry veröffentlicht seit 30 Jahren Songs, produziert Alben, komponiert Filmmusik und schreibt Essays. Der Schwager von Madonna arbeitete mit unterschiedlichen Musikern zusammen, von Elvis Costello über Ornette Coleman hin zu Richie Havens. Er gewann dabei als Produzent vier Grammys, verfolgte aber gleichzeitig weiter seine Solo-Karriere. Als vielbewanderter Geschichtenerzähler zeigt er ein besonderes Gespür für übersehene Details aus der Bandbreite amerikanischer Musik – Folk, Rock, Jazz und Blues – und geht dabei über klassische Genrebestimmungen hinaus. Henry produzierte neben seinen eigenen 14 Solo-Alben gleich vier Grammy-gekrönte Alben: "Don’t Give Up On Me” (Solomon Burke), "Genuine Negro Jig” (Carolina Chocolate Drops), "A Stranger Here” (Ramblin’ Jack Elliott) und "Slipstream” (Bonnie Raitt).
Henry war übrigens auch zuständig für die Soundtracks von Kinohits wie "Beim ersten Mal" (2007, mit Katherine Heigl) oder "New York Mom" (2009, mit Uma Thurman) und er nahm kürzlich ebenfalls Alben für den verstorbenen Allen Toussaint sowie Lizz Wright, The Steep Canyon Rangers und Joan Baez auf. Mehr lesen...

SUZAN KÖCHER

Musik mit Worten zu beschreiben, ist immer eine schwere Aufgabe. Schnelle Etiketten helfen zwar weiter, aber greifen in der Regel doch zu kurz. Suzan Köchers Musik könnte man zum Beispiel psychedelisierten Folkrock mit einem Bein in den 60ern und einem Bein im Hier- und Jetzt nennen. Ihre melodieverliebten Songs klingen in etwa so, als hätte man Dusty Springfield, Serge Gainsbourg und Joni Mitchell im französischen Kellerstudio der Rolling Stones zurückgelassen, um den Soundtrack für einen erst Jahrzehnte später erscheinenden Tarantino Film zu schreiben. Suzan Köchers Debüt-Album ›Moon Bordeaux‹ (VÖ: Okt 2017) ist ein faszinierendes Paralleluniversum, das so real wie verträumt einen ersten Einblick in die Schaffenskraft der Sängerin, Gitarristin und Songschreiberin bietet. Getragen von ihrer wunderbar unaufgeregten Stimme, versprühen die zwölf Songs einen spröden Glanz, den man so schon lange nicht mehr gehört hat. Live konnte Suzan bereits auf vielen renommierten Festivals überzeugen – und nachdem in der Vergangenheit bereits Shows mit Allah-Las, Wolf People, Fratellis, Scott Matthew und Okta Logue gespielt wurden, geht Suzan Köcher gemeinsam mit ihrer Band im Winter auf Tour. Mehr lesen...