62 Ergebnisse für tag: Alternative

Das Lumpenpack

"Die Zukunft wird groß" hieß es 2017 von und für das Lumpenpack - über 50 ausverkaufte Konzerte später folgt nun "Eine herbe Enttäuschung", das neue Album zur gleichnamigen Tour der Zwei-Mann-Band. Enttäuschung, die passiv-aggressive Wut des Millenials, das Gefühl gewordene First World Problem, als Leitmotiv eines Konzerts? Natürlich. Denn man ist doch permanent enttäuscht, wenn man es so leicht hat, aber es gerne noch leichter hätte. Und diese Enttäuschung bietet, aus ironischer Distanz betrachtet, genügend Angriffsfläche für Witze. Jonas Meyer und Max Kennel haben in den letzten anderthalb Jahren bewiesen, dass eine Gitarre und zwei Stimmen ausreichen, um Konzertfeeling entstehen zu lassen. Trotz inzwischen großer Hallen bleibt es doch sehr intim. Moderationen und Stand-Ups im Wechsel mit humorvollen Popsongs und das Publikum merkt, dass die beiden Endzwanziger es ernst meinen, wenn sie sagen, dass sie einfach zwei Jungs sind, die den Leuten Lieder vorspielen wollen. Ausreichend Fallhöhe, um herb zu enttäuschen. Mehr lesen...

THE DIVINE COMEDY

Seit drei Jahrzenten gelingt es der irischen Formation The Divine Comedy, um das einzig konstante Mitglied Neil Hannon, eine ganz eigene musikalische Welt zu kreieren: Zwischen britischem Edelpop, Kammermusik, Chanson, zaghaftem Rock und einem intensiven Bezug zu Lyrik, Prosa und Filmen. Lange eher ein Kritikerliebling, hat sich die Formation seit ihrer Gründung 1989 zu einer der bedeutendsten kunstsinnigen Bands Großbritanniens entwickelt. Mit "Office Politics", dem ersten Doppel-Album in ihrer Geschichte, reüssieren The Divine Comedy am 7. Juni. Auf ihrer anschließenden Europa-Tournee wird die Band zwischen dem 23. und 25. Oktober auch für drei Konzerte in Berlin, Hamburg und Köln in Deutschland Halt machen. Mehr lesen...

The Rasmus

Im vergangenen Jahr haben The Rasmus auf einer gefeierten, zweiteiligen Tour ihre jüngste Platte "Dark Matter" live vorgestellt. Dabei hat die Band rund um den charismatischen Sänger und Frontmann Lauri Ylönen bewiesen, dass sie auch nach einem gemeinsamen knappen Viertel-jahrhundert immer noch zu den Größten des europäischen Indie-Rock gehört. Jetzt haben die Finnen beschlossen, ausnahmsweise mal nicht in die Zukunft zu schauen, sondern ganz nostalgisch auf die Vergangenheit zurückzublicken: 15 Jahre ist es nun her, seit der Band mit dem Album "Dead Letters" der internationale Durchbruch gelang. Damals hatte The Rasmus bereits vier Longplayer veröffentlicht, in ihrer Heimat gleich mehrfach Platin dafür eingeheimst und ausverkaufte Arena-Touren gespielt, obwohl die Mitglieder grade mal 21 Jahre alt waren. Dann aber folgte der Meilenstein. Das fünfte Werk, auf dem laut dessen Titel jeder Song wie ein Brief ist, der nie zugestellt werden konnte, machte sie zu internationalen Stars. Insbesondere die erste Single-Auskopplung "In The Shadows" war ein Welthit, der die Karriere rund um den Globus befeuerte wie eine Rakete. Nummer eins in Deutschland für Single wie Album, hagelte es überall Gold- und Platin-Auszeichnungen. Zum 15-jährigen Jubiläum von "Dead Letters" haben sich The Rasmus etwas Besonderes ausgedacht: Das Quartett geht mit der Platte auf ausgedehnte Europa-Tour und spielt die dabei jeden Abend von vorne bis hinten durch (und bei 40 Minuten Laufzeit vielleicht ja auch noch den einen oder anderen weiteren Hit dazu). Ylönen freut sich schon auf dieses Ereignis: "Das ist ohne Zweifel die wichtigste Platte in der Geschichte von The Rasmus. Wir waren damals schon zehn Jahre gemeinsam aktiv und auf der Schwelle zum Erwachsenwerden. Wir waren selbstbewusst und neugierig und haben unsere Zukunft einfach selbst in die Hand genommen. Das wollen wir feiern." Tatsächlich birgt sogar "Dead Letters" noch einige Überraschungen und Herausforderungen für die Band: Einige Songs feiern bei der Tour ihre Live-Premiere, denn sie haben es noch nie ins Konzert-Repertoire geschafft und werden im Herbst erstmals live gespielt. Mehr lesen...

Friedberg

Die Idee der österreichischen Sängerin und Songwriterin Anna Friedberg, die von Lenny Kravitz entdeckt und mit auf Europatournee genommen wurde, brachte zwei Gold verkaufte Soloalben über Universal Music in ihrer Heimat Österreich sowie Deutschland und Italien hervor. Frustriert von der großen Labelbürokratie zog Anna prompt nach Berlin und lernte auf einem durch die Beat-Poesie beeinflussten Roadtrip durch Kalifornien Joshua Tree kennen und lieben. Daraufhin ließ sie sich dort nieder, um Gedichte und Songs in Einsamkeit zu schreiben. Inspiriert von der Session in Joshua Tree zog Anna nach London, wo sie sich mit einer Gruppe von extrem talentierten Musikerinnen zusammenschloss - Anna erklärt: " Wir beschlossen, bei einer Open Mic Night in London auf die Bühne zu gehen und bekamen eine tolle Reaktion von der Menge, sodass für uns klar war, dass wir als Band zusammenhalten und von dort aus weitermachen sollten. FRIEDBERG war geboren". Live kann man sich davon am 25. September in der Hamburger Prinzenbar überzeugen. Mehr lesen...

Holy Moly And The Crackers

Holy Moly & The Crackers hatten ein großartiges Jahr: Die Gipsy-Rock-Band aus Newcastle – so zumindest ihre Selbstbeschreibung – veröffentlichte ihr neues Album "Salem" voller fulminanter Indie-Rock-Hymnen und wurde dafür über den grünen Klee gelobt, sowohl von Kritikern als auch von Fans. Es folgten zwei weithin ausverkaufte Tourneen, eine durch das Vereinigte Königreich und eine ebenso erfolgreiche durch Europa, bei denen das Sextett auch erstmals bei uns durch die Hallen tobte. Aber schon davor waren Holy Moly & The Crackers (was man vielleicht mit "Heiliger Strohsack und die Knallerbsen" übersetzen könnte) eine der hardest working bands Englands. Was bei anderen vielleicht wie ein Klischee klänge, stimmt hier wirklich: Seit der ersten Platte "First Avenue" im Jahr 2012 ist die Combo um die Gründer Conrad Bird, Ruth Patterson und Squeezebox Rosie Bristow eigentlich ständig unterwegs und mischt dabei Genres, wie es ihr gerade in den Sinn kommt. Irische, amerikanische oder Balkan-Folksongs, Bluesrock-Kracher, Funeral Marches und Punkrock mischen sie zu einer einzigartigen, fantastischen Version von Rock’n’Roll zusammen. Bird und Pattersonröhren sich mit einer Hingabe durch die Songs, die ihresgleichen sucht, Funk-Bass-Spieler Jamie Shields und Schlagzeuger Tommy Evans bilden die treibende Rhythmusgruppe und dazu kommen Bläser und die Fiedel – gemeinsam machen sie aus jedem Konzert eine Party! Seit diesem Jahr verstärkt Nick Tyler die Band mit seiner psychedelisch-punkigen Gitarre und gibt noch eine weitere Sound-Zutat in diesen musikalischen Cocktail. Neben den ganzen Auftritten, die dieses Jahr anstehen, wollen Holy Moly & The Crackers auch an einer neuen Platte arbeiten, die sie im September live bei uns präsentieren. Mehr lesen...